Was versteht man unter ETCs und ETNs?

Die meisten Privatanleger sind mit Exchange Traded Funds (ETFs) vertraut. Weniger bekannt sind andere Exchange Traded Products (ETPs), wie Exchange Traded Notes (ETNs) oder Exchange Traded Commodities (ETCs). Wir nehmen diese Forderungswertpapiere genauer unter die Lupe, damit Sie entscheiden können, ob Ihr Portfolio von einer Anlagein eines dieser Instrumente profitieren kann.

Was versteht man unter Exchange Traded Notes?

Exchange Traded Notes (ETNs) sind eine eher unbekannte Art von Forderungswertpapieren. Sie wurden im Jahr 2006 von der Barclays Bank entwickelt. Ihr Zweck ist es, Privatanlegern die Anlagen in schwer zugängliche Instrumente zu erleichtern. ETNs sind so konzipiert, dass sie der Gesamtrendite eines zugrunde liegenden Marktindex oder einer anderen Benchmark folgen. Sie sind oft unbesichert. Das bedeutet, dass sie nicht durch Sicherheiten abgesichert sind, da sie nicht den zugrunde liegenden Anlagewert halten. Diese Art von Forderung schafft ein hohes Risiko für Kreditgeber, da sie nicht sicher sein können, dass der Kreditnehmer den vollen Betrag zurückzahlt. Ähnlich wie Anleihen können ETNs bis zur Fälligkeit gehalten oder nach Belieben gekauft oder verkauft werden. Diese Art von Forderungswertpapieren wird kontinuierlich an der Börse gehandelt. Die Kurse schwanken. Anders als bei Anleihen werden für ETNs keine Zinszahlungen geleistet.

Für jedes ETN gibt es ein Key Investor Document (KID). In diesem Dokument werden die Kosten, die Anlagepolitik und das Risiko des Produkts dargelegt. Broker-Gebühren sind nicht im KID aufgeführt, können jedoch ebenfalls anfallen. Alle diese Kosten beeinflussen die Rendite für den Anleger.

Welche Risiken birgt das Anlegen in ETNs?

Anlegen kann gewinnbringend sein, ist aber nicht ohne Risiko. Verschiedene Produkte haben unterschiedliche Risiken. Bei einer Anlagein ein ETN können Sie beispielsweise den vollen angelegten Betrag und zusätzlich die angefallenen Transaktionskosten verlieren. Bei der Anlage in ETNs besteht das Risiko, dass der Emittent (in der Regel eine Bank) in Konkurs geht und nicht in der Lage ist, den Wert des ETNs auszuzahlen. Falls der Index entweder sinkt oder nicht genug steigt, um die Transaktionsgebühren zu decken, ist der Betrag bei Fälligkeit niedriger als der ursprünglich angelegte Betrag. In diesem Fall ist der ETN nicht gewinnbringend. Außerdem besteht bei der Anlage in ETNs das Risiko, dass die Position eventuell nicht zum gewünschten Zeitpunkt auf dem Markt verkauft werden kann.

Was versteht man unter Exchange Traded Commodities?

Exchange Traded Commodity (ETC) ist der Produktname für eine spezielle Art von Wertpapieren. ETCs folgen individuellen Rohstoffen oder einem Rohstoffkorb. ETCs bieten Anlegern die Möglichkeit, in Rohstoffe wie Gold, Öl, Metalle, Energie oder Nutztiere anzulegen. ETCs ermöglichen es Anlegern, in einzelne Märkte und, ähnlich wie bei ETNs, in andere Rohstoffe anzulegen, die für Privatanleger oft schwer zugänglich sind. Ähnlich wie ETNs sind ETCs ebenfalls Forderungswertpapiere.

Beispiel für den Unterschied zwischen einem Gold-ETN und einem Gold-ETC

Aufgrund von Kursänderungen der zugrunde liegenden Rohstoffe schwanken die Werte von ETCs. Typischerweise konzentrieren sie sich darauf, die tägliche Performance des zugrunde liegenden Rohstoffs oder Rohstoffkorbs zu verfolgen. Die langfristige Performance ist in der Regel nicht im Blickfeld.

Welche Risiken birgt das Anlegen in ETCs?

Emittenten von ETCs erheben eine Gebühr für das Anlegen in ein ETC. Diese Kosten sind im Produkt enthalten. Wie bei ETNs finden Sie diese Kosten im KID, zusammen mit Angaben zur Anlagepolitik und zum Risiko des Produkts. Broker-Gebühren sind nicht im KID aufgeführt, können jedoch ebenfalls anfallen. Diese werden auf der Website des Brokers ausgewiesen. Per Definition folgt ein ETC dem Kurs eines Rohstoffs oder Rohstoffindex, während eine Aktie einen kleinen Teil des Eigentums an einem Unternehmen darstellt. Wie Sie wissen, kann Anlegen gewinnbringend sein, ist aber nicht ohne Risiko. Wenn Sie in ein ETC anlegen, können Sie den kompletten angelegten Betrag und zusätzlich die angefallenen Transaktionskosten verlieren.

Auch wenn ETFs, ETNs und ETCs ziemlich ähnliche Produkte sind, können bestimmte Bedingungen einen großen Einfluss haben und das Ergebnis erheblich verändern. Daher sollten Sie sich genau über dieses Produkt informieren, bevor Sie es Ihrem Portfolio hinzufügen. Die wichtigsten Informationen über die Zusammensetzung des Fonds finden Sie im Prospekt und im KID. Wir können nicht genug betonen, wie wichtig es ist, diese vor dem Anlegen sorgfältig durchzulesen.

Die Informationen in diesem Artikel wurden nicht zu Beratungszwecken verfasst, noch mit der Absicht, jegliche Anlagen zu empfehlen. Anlegen ist mit Risiken verbunden. Sie können Ihre Einlage (vollständig oder teilweise) verlieren. Wir raten Ihnen, nur in Finanzprodukte anzulegen, die Sie kennen und mit denen Sie Erfahrung haben.

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Note: Investieren beinhaltet Risiken. Sie können (einen Teil) Ihre(r) Einlage verlieren. Wir empfehlen Ihnen nur in Finanzinstrumente zu investieren, die zu Ihrem Wissen und zu Ihrer Erfahrung passen.

Note:
Investieren beinhaltet Risiken. Sie können (einen Teil) Ihre(r) Einlage verlieren. Wir empfehlen Ihnen nur in Finanzinstrumente zu investieren, die zu Ihrem Wissen und zu Ihrer Erfahrung passen.