Vanguard-Gruppe

Die am meisten gehandelten Vanguard-ETFs 2022

Die Vanguard- Gruppe ist einer der größten Vermögensverwalter der Welt. Das US-amerikanische Unternehmen ist vor allem für seine ETFs bekannt, verwaltet aber auch die Vermögen von Rentenfonds und Versicherungen.

Ein ETF ist ein Finanzprodukt, das einem Index, Rohstoff, einer Anleihe oder einer Zusammenstellung von Produkten folgt. Daher ist ein ETF eine Art „Korb“ für verschiedene Anlageprodukte, wodurch eine Anlage in ETFs automatisch diversifiziert ist. Dies senkt das Risiko einer Anlage. Hier erklären wir Ihnen, wie Vanguard seine ETFs zusammenstellt und welche Vanguard-ETFs auf unserer Plattform am meisten gehandelt werden.

Meistgehandelte Vanguard-ETFs bei DEGIRO

Vanguard S&P 500 ETF USD

Hierbei handelt es sich um einen ausschüttenden ETF, d. h. die Dividende wird an die Käufer des ETFs ausgeschüttet. In jedem Quartal wird der ETF erneut ausbalanciert, wobei darauf geachtet wird, dass der ETF dem zugrundeliegenden Wert des Index noch genau folgt.

Dieser ETF wird auf unserer Plattform mit Abstand am meisten gehandelt. Wie der Name bereits verrät, folgt er dem S&P 500-Index. Mit einer Anlage in diesen ETF diversifizieren Sie über die 500 größten amerikanischen Unternehmen hinweg.

Vanguard FTSE All-World UCITS ETF USD Dis

Mit diesem Vanguard-ETF legen Sie in Unternehmen überall in der Welt an. Der ETF folgt dem FTSE All-World-Index. In diesem Index sind u. a. Unternehmen aus den USA, Japan, dem Vereinigten Königreich, China, der Schweiz, Kanada und Frankreich enthalten.

Die Gesamtkostenquote, die Vanguard berechnet, liegt bei 0,22 %. An die Anleger wird eine Dividende ausgeschüttet.

Vanguard FTSE All-World UCITS ETF USD Acc

Dieser All-World-ETF folgt demselben Index wie der vorher genannte ETF. Der Unterschied liegt darin, dass keine Dividende ausgeschüttet wird, sondern dass alle Erträge erneut in den ETF angelegt werden. Der Gedanke dahinter ist, dass Sie Ihre Position in diesem ETF so über die Zeit erhöhen und dementsprechend auf die lange Sicht eine höhere Rendite erzielen können.

Die von Vanguard berechnete Gesamtkostenquote liegt bei 0,22 %.

Vanguard FTSE All-World High Div Yield UCITS USD

Dieser ETF folgt dem FTSE All-World High Div Yield-Index. Im Gegensatz zum „normalen“ All-World-Index ist dieser Index spezialisiert auf Unternehmen, die eine relativ hohe Dividende auszahlen.

Während der FTSE All-World-Index insgesamt 3784 Unternehmen folgt (Stand: 31. Mai 2022), folgt der FTSE All-World High Dividend Yield-Index 1781 Unternehmen (Stand: 31. Mai 2022). Es werden also etliche Unternehmen ausgeschlossen.

Jedes Quartal wird die Dividende ausgeschüttet. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,29 %.

Vanguard FTSE Emerging Markets UCITS ETF USD

Dieser ETF folgt dem FTSE Emerging-Index, der sich auf Schwellenländer konzentriert. Die in diesem Index enthaltenen Unternehmen kommen u. a. aus China, Taiwan, Indien, Brasilien, Südafrika oder Mexiko.

Aufstrebende Volkswirtschaften können innerhalb eines kurzen Zeitraums stark wachsen. Falls Sie als Anleger darauf vertrauen, können Sie mit diesem ETF in Schwellenmärkte anlegen.

Die Gesamtkostenquote dieses ETF liegt bei 0,29 %.

Wie stellt Vanguard einen ETF zusammen?

ETFs sind Anlageprodukte, die beispielsweise einem Index folgen. Um einem Index mit einem ETF zu folgen, müssen Vermögensverwalter Lizenzkosten an den Emittenten des Index bezahlen. Der S&P 500 gehört beispielsweise dem Unternehmen S&P 500 Dow Jones Indices. Wenn Vanguard also einen S&P 500-ETF anbieten möchte, muss Vanguard eine Lizenz mit S&P 500 Dow Jones Indices abschließen.

Der Emittent des Indizes entscheidet, welche Unternehmen, Rohstoffe, Anleihen oder andere Werte in einem Index enthalten sind. Das bedeutet aber nicht, dass Indexemittenten nicht offen für Vorschläge von Vermögensverwaltern wären. In einigen Fällen werden Indizes in Zusammenarbeit mit Indexemittenten und Vermögensverwaltern erstellt. Oft konzentrieren sich solche Indizes auf spezielle Branchen oder Sektoren, eine bestimmte Region oder auf moralische Verantwortung, z. B. Gleichberechtigung.

Bei der Erstellung des Index kann ein Vermögensverwalter dann entschieden, ob ein ETF an diesen Index gekoppelt werden soll.

Thesaurierend oder ausschüttend

Vermögensverwalter wie Vanguard entscheiden unabhängig vom Index, wie der ETF mit Dividenden umgeht. Ein thesaurierender ETF reinvestiert Dividenden, während ein ausschüttender ETF die Dividende an die Anleger auszahlt. Hinter dem Namen eines ETF steht oft auch die Abkürzung „Acc“ (steht für „accumulating“, also thesaurierend) oder „Dist“ (steht für „distributing“, also ausschüttend). In unserem Artikel über thesaurierende und ausschüttende ETFs erfahren Sie mehr zu dem Thema.

Physische und synthetische ETFs

Um einen ETF zu erstellen, müssen Anteile gekauft oder Swaps verwendet werden. Bei einem physischen ETF kauft Vanguard die Anteile aus einem Index und erstellt daraus den ETF. Bei einem synthetischen ETF wird eine Tauschkonstruktion verwendet, bei der der Vermögensverwalter mit einer dritten Partei (meistens eine Bank oder eine andere Finanzeinrichtung) eine Absprache trifft, sodass der Vermögensverwalter den Wert von Anteilen übernimmt, ohne diese selbst zu besitzen.

Welche Kosten berechnet Vanguard für einen ETF?

Die Kosten, die für Vanguard für die Erstellung eines ETF anfallen, werden an die Anleger durchgereicht. Außerdem will der Vermögensverwalter durch die Ausschüttung von ETFs Profite erwirtschaften.

Für den S&P 500 UCITS ETF berechnet Vanguard beispielsweise eine Gesamtkostenquote von 0,07 %. Das bedeutet, dass Vanguard für eine Anlage Im Wert von 1000 € jährlich Gebühren in Höhe von 0,70 € erhebt.

Das Erstellen eines ETFs entscheidet darüber, wie hoch die Kosten sind, die Vanguard berechnet. Bei jedem ETF ist das Ziel, dem zugrundliegenden Wert so gut wie möglich zu folgen. In einigen Fällen ist dafür mehr Arbeit von Vanguard nötig, um den ETF in jeder Periode an den Wert anzupassen. Dies ist z. B. bei Equal-Weight-ETFs der Fall. Sind die Kosten für die Verwaltung höher, berechnet Vanguard eine höhere Gesamtkostenquote.

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Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen dienen weder der Beratung noch der Empfehlung von Anlagen. Bitte beachten Sie, dass sich die Fakten seit der Erstellung des Artikels geändert haben können. Anlegen ist mit Risiken verbunden. Sie können (einen Teil) Ihrer Einlage verlieren. Wir raten Ihnen, nur in Finanzprodukte anzulegen, die Ihren Kenntnissen und Erfahrungen entsprechen.

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