Was ist ein Währungsrisiko?

Das Währungsrisiko, auch bekannt als Wechselkursrisiko oder FX-Risiko, bezeichnet das Risiko, dass das Vermögen der Anleger durch eine Währungsabwertung negativ beeinflusst wird. Da sich die Wechselkurse ständig ändern, sollten Anleger, die mit verschiedenen Währungen handeln, dies bei ihren Auslandsanlagen berücksichtigen. Währungsschwankungen können einen erheblichen Einfluss auf Ihre Rendite haben, sowohl positiv als auch negativ.

Wie sind Anleger dem Währungsrisiko ausgesetzt?

Wenn Sie sich entscheiden, in ein Produkt anzulegen, das in einer Fremdwährung handelt, sei es zum Kauf oder zum Verkauf, wird die Transaktion in dieser Währung erfolgen. Es findet also eine Währungsumrechnung statt. Natürlich können der aktuelle Wechselkurs oder etwaige Schwankungen den Preis, den Sie zahlen, sowie die Performance Ihres Portfolios beeinflussen.

Das Wechselkursrisiko gilt auch für Unternehmen, die international Geschäfte machen. Wenn ein Unternehmen beispielsweise Materialien im Ausland kauft und die Währung dieses Landes gegenüber der Landeswährung aufwertet, kann das Unternehmen am Ende mehr für die Materialien bezahlen als in der Vergangenheit.

Warum schwanken Währungen?

Anleger, die an ausländischen Märkten interessiert sind, können durch Währungsengagements verlieren oder gewinnen. Das Verständnis der Gründe, warum Währungen schwanken, kann Ihnen bei der Erstellung Ihres Anlageplan und der Entscheidung, wie viel Risiko Sie eingehen wollen, helfen. Im Folgenden werden drei Hauptgründe genannt, warum Währungen schwanken:

  • Die Geldpolitik der Länder: Die Zentralbanken können die Nachfrage nach Geld beeinflussen, indem sie die Geldmenge anpassen oder die Zinssätze ändern.

    Länder können den Wert ihrer Währung beeinflussen, indem sie sie kaufen oder verkaufen. Im Allgemeinen wird ein Land seine Währung verkaufen, wenn es ihren Wert verringern möchte.

    Wenn der Zinssatz eines Landes steigt, kann dies zu einer Aufwertung (Wertsteigerung) seiner Währung führen. Hohe Zinssätze können Geld anziehen, das in ein Land fließt, was dessen Wert stärken kann. Im Gegenteil, wenn der Zinssatz sinkt, kann dies zu einer Abwertung (Wertminderung) der Währung führen.

  • Inflation: Die Inflationsrate misst, um wie viel der Durchschnittspreis eines Warenkorbs über einen bestimmten Zeitraum steigt. Typischerweise haben Länder mit höheren Inflationsraten niedrigere Währungswerte. Wenn beispielsweise die Inflationsraten in Großbritannien im Vergleich zur Eurozone steigen, bedeutet dies, dass der Preis für britische Waren im Vergleich zu europäischen schneller steigt und sie daher weniger wettbewerbsfähig sein können. Infolgedessen kann die Nachfrage nach GBP und damit sein Wert sinken.

  • Aktuelle politische und wirtschaftliche Lage: Die wirtschaftlichen und politischen Bedingungen eines Landes haben einen Einfluss auf die lokale Währung. Generell gilt: Wenn das Land politisch und wirtschaftlich stabil ist, werden Anlagen in diesem Land als stabiler angesehen. Infolgedessen führt eine höhere Nachfrage zu einem höheren Wert der jeweiligen Währung.

    Andererseits können globale Spannungen, lokale Konflikte oder sogar Kriege zu einer geringeren Nachfrage nach einer lokalen Währung führen. Dies kann einen großen Einfluss auf die Höhe des Wechselkursrisikos haben.

Arten des Währungsrisikos

Es gibt im Allgemeinen drei Klassifizierungen des Währungsrisikos: Transaktionsrisiko, Umrechnungsrisiko und wirtschaftliches Risiko. Als Anleger ist es wichtig, diese Risiken zu verstehen und zu berücksichtigen, wenn Sie in ausländische Finanzinstrumente anlegen.

  • Transaktionsrisiko entsteht, wenn ein Anleger ein Produkt aus einem anderen Land kauft und der Preis in der Fremdwährung angegeben ist. Zum Beispiel, wenn die Fremdwährung gegenüber Ihrer Heimatwährung aufwertet, bedeutet dies, dass Sie in Ihrer Heimatwährung mehr bezahlen müssen, um die Transaktion durchzuführen.

  • Umrechnungsrisiko ist ein Risiko, dem Unternehmen ausgesetzt sind, wenn sie mit Fremdwährungen handeln und ausländische Vermögenswerte in ihren Bilanzen haben. In diesem Fall müssen Unternehmen, wenn sie ihre Gewinne ausweisen, typischerweise den Wert der ausländischen Vermögenswerte zurück in die lokale Währung umrechnen. Wenn die Wechselkurse zwischen den Ländern schwanken, schwankt auch der Umrechnungswert der Vermögenswerte. Abhängig von der Bewegung des Wechselkurses wird ein finanzieller Gewinn oder Verlust ausgewiesen.

  • Wirtschaftliches Risiko ist relevant, wenn der Marktwert durch unerwartete Währungsschwankungen beeinflusst wird. Dies ist zwar nicht vermeidbar, kann aber einen erheblichen Einfluss auf ein Unternehmen haben. Das ökonomische Risiko wird auch als Prognoserisiko bezeichnet.

Währungshandhabung bei DEGIRO

Transaktionen in Fremdwährung können auf zwei Arten abgewickelt werden: mit der AutoFX-Option oder durch manuelles Halten von Fremdgeldern. AutoFX ist die Standardoption, bei der wir den erforderlichen Betrag automatisch konvertieren. Wenn Sie eine Aktie verkaufen, wird der Erlös ebenfalls wieder in Ihre Basiswährung umgerechnet. Mit der Option Manuelles Halten von Fremdwährungen haben Sie die Möglichkeit, Beträge manuell zu konvertieren und Fremdwährungen auf Ihrem Konto zu halten. Wenn Sie häufig mit Fremdwährungen handeln, könnte die Funktion Manuell eine kostengünstigere Option sein. Eine Übersicht über die Gebühren für beide Optionen finden Sie in unserem Preisverzeichnis.

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Die Informationen in diesem Artikel sind weder zu Beratungszwecken verfasst, noch beabsichtigen sie eine Anlageempfehlung auszusprechen. Anlegen ist mit Risiken verbunden. Sie können (einen Teil) Ihre(r) Einlage verlieren. Wir raten Ihnen nur in Finanzprodukte anzulegen, die Ihren Kenntnissen und Erfahrungen entsprechen.

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Note: Investieren beinhaltet Risiken. Sie können (einen Teil) Ihre(r) Einlage verlieren. Wir empfehlen Ihnen nur in Finanzinstrumente zu investieren, die zu Ihrem Wissen und zu Ihrer Erfahrung passen.

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