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Geschichte von Facebook

Am 4. Februar 2004 gründete Mark Zuckerberg zusammen mit Dustin Moskovitz, Chris Hughes und Eduardo Saverin TheFacebook.com, damals noch ein Netzwerk für Harvardstudenten.

Ein Jahr zuvor hatte Zuckerberg in seinem zweiten Jahr in Harvard aus seinem Studentenzimmer heraus die Website Facemash gelauncht. Dort konnten Nutzer zwei Fotos von Harvardstudentinnen sehen und sollten beurteilen, welche von beiden besser aussah. Zuckerberg hatte die Fotos ohne Zustimmung aus den Jahrbüchern genommen, indem er das Harvardsystem gehackt hatte. Die Harvard-Leitung war darüber nicht erfreut, da die Privatsphäre der Studentinnen verletzt worden war und verlangte von Zuckerberg, die Website offline zu nehmen.

Im Gegensatz zu Facemash konnten Nutzer bei TheFacebook.com selbst ein Profil anlegen. Das schien attraktiv zu sein, denn schon 24 Stunden nach dem Launch der Seite hatten sich 1200 Studenten angemeldet. So entwickelte sich die Website zu einem echten Geschäft. Anfang Juni 2004 zog das Unternehmen nach Palo Alto in Kalifornien um. Im September wurde Facebook Wall vorgestellt: ein Ort, an dem Nutzer ihren Freunden Nachrichten hinterlassen konnten.

Die Seite gewann schnell an Beliebtheit und hatte Ende 2004 bereits 1 Mio. Nutzer. Danach wurde der Name des Unternehmens in Facebook geändert. Das markierte den Start für unglaubliches Wachstum. Mitte 2010 waren 500 Mio. Menschen in dem sozialen Netzwerk aktiv. 2009 wurde der Like-Button eingeführt und 2011 folgte das Chatprogramm Messenger. Beides erwies sich als beliebte Funktionalität.

Im Jahr 2012 hatte Facebook bereits mehr als 1 Mrd. Nutzer. Im gleichen Jahr kaufte das Unternehmen auch die beliebte Foto-App Instagram für 1 Mrd. $ in Form von Cash und Aktien. 2014 kaufte Facebook außerdem den Nachrichtendienst WhatsApp für 19 Mrd. $ und den Hersteller von Virtual Reality-Brillen Oculus für 2 Mrd. $. Mit Facebook, Instagram und WhatsApp besitzt das Unternehmen von Zuckerberg drei der wichtigsten Apps, die Menschen jeden Tag verwenden.

Facebook wächst als Unternehmen noch immer. Mitte 2021 nutzen bereits mehr als 3,5 Mrd. Menschen weltweit mindestens einen der Dienste monatlich. Die Plattform Facebook allein hat 2,9 Mrd. aktive Nutzer.

Mit der wachsenden Dominanz von Facebook wird auch immer mehr Kritik am Unternehmen laut. Immer wieder gibt es Anschuldigungen, dass Datenschutz nicht beachtet wird und dass Daten gestohlen werden, sowie dass das Unternehmen nicht genug gegen die Verbreitung von Fakenews und Hassnachrichten tut. Im Jahr 2018 wurde bekannt, dass das Datenunternehmen Cambridge Analytica Zugriff zu den persönlichen Daten von 87 Mio. Facebooknutzern hatte. Die geleakten Daten wurden in der Präsidentschaftswahl von Donald Trump im Jahr 2016 verwendet.

Im Jahr 2020 beschloss eine Gruppe von 400 Unternehmen, darunter Unilever, Coca-Cola und Ford, zeitweise keine Werbung mehr bei Facebook und Instagram zu schalten, nachdem es Berichte von Rassismus und Hass auf den Plattformen gab.

Der Börsengang von Facebook

Am 18. Mai 2012 wurde Facebook Inc. zum ersten Mal am NASDAQ gehandelt mit dem Kürzel FB. Der Emissionskurs betrug 38 $ pro Aktie. Demnach hatte das Unternehmen einen Börsenwert von 104 Mrd. $. Innerhalb von vier Monaten halbierte sich der Kurs, da Anleger befürchteten, der starke Anstieg an mobilen Nutzern würde die Werbeeinnahmen verringern. Der Kursfall dauerte allerdings nicht lange: Ab Mitte 2013 stieg die Facebook-Aktie stark.

Wer zum Börsenstart in Facebook angelegt hatte, konnte sich am 15. September über einen Gewinn von 878 % freuen. Der CEO und Gründer Mark Zuckerberg hat seine Anteile über die Zeit von 28 % beim Börsengang zu 14 % reduziert.

Unternehmensstrategie und Zukunft

Mit ungefähr 3,5 Mrd. Nutzern weltweit ist Facebook in den sozialen Medien dominant. Das Unternehmen setzt seine riesige Reichweite nun auch für Online-Shopping ein in einem Versuch, Amazon Konkurrenz zu machen. Unternehmen können bei Facebook und Instagram kostenlos eine virtuelle „Auslage“ öffnen, über die Nutzer Produkte direkt bestellen und bezahlen können. Dafür will Facebook sein eigenes Bezahlsystem Facebook Pay verwenden.

Auf die lange Sicht will Zuckerberg, dass man über die Plattformen auch Mahlzeiten bestellen kann, wodurch Facebook ein Konkurrent für Lieferando und Uber Eats werden könnte. Außerdem will Facebook die Macher von Onlinevideos für ihren Content bezahlen. Auf allen Plattformen wächst das Videoformat sehr schnell, z. B. in Form von Reels auf Instagram oder Facebook Watch. So hofft das Unternehmen, noch mehr Nutzer an sich zu binden, wodurch die Werbe- und Provisionseinkommen weiter steigen sollen.

Quartalszahlen von Facebook

Die Ergebnisse des Social-Media-Unternehmens waren im zweiten Quartal 2021 besser als erwartet. Der Umsatz stieg um 56 % gegenüber dem letzten Jahr auf 29,1 Mrd. $ an. Analysten hatten mit einem Umsatz von 27,8 Mrd. $ gerechnet. Der Nettogewinn verdoppelte sich auf 10,4 Mrd. $ Im gleichen Zeitraum im Jahr 2020 gab es noch einen Umsatzrückgang bei den Werbeeinnahmen als Folge der Coronapandemie.

Die Anzahl der Nutzer wächst noch immer schnell. Die Anzahl der täglichen Nutzer auf Facebook stieg um 7 % auf 1,91 Mrd.

Auch im Jahr 2020 machte Facebook einen starken Eindruck. Vor allem durch die höheren Werbeeinnahmen stieg der Umsatz um 35 % auf 32,7 Mrd. $. Der Nettogewinn betrug 29,2 Mrd. $ und stieg damit um 58 % im Vergleich zum Vorjahr. Pro Aktie bedeutete das eine Steigerung von 6,43 $ auf 10,09 $.

Dividende von Facebook

Im Moment schüttet Facebook keine Dividende aus. Alle Gewinne werden der Reserve hinzugefügt, um in zusätzliches Wachstum des Unternehmens investiert werden zu können.

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Quellen: Facebook, RTL Nieuws, NOS, Forbes

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