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Der Börsengang von Microsoft (IPO)
Am 13. März 1986 wurde die Microsoft Corp. an der Nasdaq in New York für 21 Dollar pro Aktie notiert. Das Tickersymbol für die Aktie lautet "MSFT", und der internationale ISIN-Code lautet US594918104.
Ursprünglich hatte Bill Gates als Gründer von Microsoft nicht vor, das Unternehmen an die Börse zu bringen. Ein umfangreiches Aktienoptionsprogramm für Mitarbeitende führte jedoch dazu, dass die Zahl der Aktionäre schnell auf 500 anstieg. Nach den damaligen Vorschriften der Securities and Exchange Commission (SEC) musste das Unternehmen bei Überschreiten dieser Schwelle seine Finanzergebnisse offenlegen.
Gates hat den Börsengang wahrscheinlich nicht bereut, denn die Nachfrage nach den Aktien war groß. Am ersten Handelstag schloss der Aktienkurs deutlich höher bei 28 USD. Der Börsengang brachte Microsoft 61 Millionen USD ein und bescherte dem Softwaregiganten eine Marktkapitalisierung von 777 Millionen USD. Microsoft wurde schnell zu einem der wertvollsten Unternehmen der Welt.
Seit dem Börsengang hat die Aktie neun Aktiensplits erlebt. Manche sagen, dass Microsoft seit dem Börsengang einen unvergleichlichen Wert für seine ursprünglichen Aktionäre geschaffen hat.
Geschäftsstrategie und Zukunft
In der sich schnell entwickelnden Technologiewelt musste sich Microsoft in den letzten zehn Jahren neu erfinden. Als der in Indien geborene Amerikaner Satya Nadella 2014 die Nachfolge von Steve Ballmer als CEO antrat, war Microsoft bei den Investoren schon lange in Ungnade gefallen. Das Unternehmen galt als prähistorischer Dinosaurier in der Tech-Branche, überholt vom Erfolg des Erzrivalen Apple mit dem iPhone und Newcomern wie Google und Facebook. Microsoft hatte die Smartphone-Revolution verpasst und sich stark auf die Dominanz von Windows auf dem PC-Markt verlassen.
Unter Nadellas Führung durchlief Microsoft einen kompletten Wandel und verlagerte seinen Schwerpunkt von Windows auf Cloud-Dienste. Er führte eine umfassende Umstrukturierung in der Telefonsparte durch, die zum Verlust von 18.000 Arbeitsplätzen führte, und schrieb den Firmenwert aus der Übernahme von Nokia ab. Der finnische Mobiltelefonhersteller wurde kurz vor seinem Weggang von Steve Ballmer für 7,9 Milliarden Dollar übernommen. Die Handy-Sparte wurde jedoch nie profitabel.
Nadella hat auch mehrere große Übernahmen getätigt, darunter die berufliche Netzwerkseite LinkedIn, den Sprachsoftwarehersteller Nuance Communications und das Spieleunternehmen ZeniMax. Mit seiner Cloud-Plattform Azure ist Microsoft heute neben Amazon und Google einer der größten Akteure auf dem Cloud-Markt. Das Unternehmen stellt wichtige Infrastrukturen wie Server und Datenbanken über das Internet zur Verfügung, aber auch Verbraucher- und Unternehmenssoftware (Microsoft 365 und Dynamics 365) sowie Videospiele. Außerdem bringt Microsoft mit "Windows 365" sein bekanntes PC-Betriebssystem in die Cloud. Der Schwerpunkt des Unternehmens liegt weiterhin auf Cloud-Diensten, die der rasanten Digitalisierung der Gesellschaft Rechnung tragen. Das Ziel von Windows ist es, sich ständig weiterzuentwickeln. Die neueste Version von Windows 11 ist ein gutes Beispiel dafür, denn sie wurde unter anderem für Nutzer/innen entwickelt, die teilweise von zu Hause aus arbeiten, und bietet Funktionen wie die Integration der Videosoftware Teams in die Taskleiste.
Geschichte von Microsoft
Die Microsoft Corporation wurde 1975 in Albuquerque, New Mexico, von den Jugendfreunden Bill Gates und dem verstorbenen Paul Allen gegründet. Letzterer hatte die Idee für den Namen Micro-Soft, eine Kombination aus Mikrocomputer und Software. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich das Unternehmen zum größten Softwarehersteller der Welt und zu einem prominenten Mitglied der zehn wertvollsten Unternehmen der Welt. Wie hat Microsoft diesen bemerkenswerten Erfolg erreicht?
Der Durchbruch kam 1980, als Microsoft mit IBM einen Lizenzvertrag über die Nutzung des Betriebssystems MS-DOS für ihre Personal Computer (PCs) unterzeichnete. Microsoft erhielt eine Lizenzgebühr für jeden verkauften PC und verschaffte sich damit einen Vorteil auf dem schnell wachsenden PC-Markt.
Gates verkaufte das Betriebssystem erfolgreich an andere Computerhersteller, was zu einem erheblichen Umsatzanstieg führte und es im Laufe der Jahre zum Standard auf dem PC-Markt machte. 1985 wurde MS-DOS durch das vielseitigere und optisch ansprechendere Windows ersetzt. Ein Jahr später zog das Unternehmen nach Redmond, Washington um. In dieser Zeit eroberte Microsoft über 90 % des PC-Marktes.
Heute bietet Microsoft eine breite Palette von Softwareprodukten und digitalen Dienstleistungen sowohl für Unternehmen als auch für Verbraucher an. Windows und die Office-Softwaresuite sind nach wie vor das Rückgrat des Unternehmens. In den letzten Jahren hat Microsoft jedoch auch große Fortschritte auf dem Markt für Cloud-Dienste gemacht und bietet seinen Kunden die Möglichkeit, Software und die zugrundeliegende Infrastruktur, wie z. B. Server, über das Internet zu abonnieren.
Bis zum Jahr 2000 war Gates der CEO von Microsoft, danach blieb er dem Unternehmen als Vorstandsvorsitzender erhalten. Im Jahr 2020 zog sich Gates aus dem Vorstand zurück, um sich mehr seinen wohltätigen Projekten zu widmen. Mitbegründer Paul Allen verstarb 2018 im Alter von 65 Jahren an einem Non-Hodgkin-Lymphom.
Die Umweltziele von Microsoft
Microsoft hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt, um die ökologischen und sozialen Herausforderungen der Welt zu bewältigen, wie z. B. bis 2030 kohlenstoffneutral zu werden, bis 2030 60 % der Energie aus erneuerbaren Quellen zu beziehen und die Wassereffizienz bis 2025 um 30 % zu verbessern.
Die Informationen in diesem Artikel sind nicht zu Beratungszwecken geschrieben und sollen keine Finanzprodukte empfehlen. Bitte beachte, dass sich die Tatsachen seit dem Verfassen des Artikels geändert haben können. Anlegen birgt Verlustrisiken (z. B. Preisschwankungen, Währungs- oder Liquiditätsrisiko). Du kannst deine Einlage verlieren. Wir empfehlen, nur in Finanzprodukte anzulegen, die zu deinem Kenntnisstand und Erfahrung passen. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Ergebnisse. Die Märkte sind volatil und können aufgrund wirtschaftlicher, politischer, regulatorischer oder anderer Entwicklungen stark schwanken.
Quellen: Microsoft, Goldman Sachs, cnbc.com, The Verge
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Anmerkung:
Investieren birgt Risiken. Sie können Ihre investierten Gelder verlieren. Dies ist keine Anlageberatung. Berücksichtigen Sie Ihr Wissen und Ihre Erfahrung, wenn Sie Anlageentscheidungen treffen.
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